d i e    m a u l w e r k e r

         e n s e m b l e           a r b e i t s f e l d e r           r e p e r t o i r e            a k t u e l l           b o o k i n g             k o n t a k t
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Antonia Baehr

Alessandro Bosetti
Lucio Capece
John Cage
Johnny Chang
Fluxus
Jürg Frey
Gisburg
Robin Hayward
David Helbich
Michael Hirsch
Toshi Ichiyanagi
Ariane Jeßulat
Tom Johnson
Sven-Ake Johansson
Rolf Julius
Travis Just
Mauricio Kagel
Henrik Kairies
Christian Kesten
Georg Klein
Alison Knowles
Maulwerker
Andrea Neumann
Sergej Newski
Pauline Oliveros
Michael Pisaro
Katarina Rasinski
Richard Reason
Ole Schmidt
Dieter Schnebel
Craig Shepard
Gerhard Stäbler
Ernstalbrecht Stiebler
Karlheinz Stockhausen
Barbara Thun
Antje Vowinckel
Steffi Weismann
Emmett Williams
Istvan Zelenka
 
 
 

 


ABC Singspiel Simultaneity

 
Son aof Man Trio


German Chamber Opera for 38 Marias


Counting Song

 

 

 

 

Emmett Williams (1925-2007)

ABC Singspiel Simultaneity for Die Maulwerker 2005 (6’)
UA: Maulwerker Performing Music 2005, tesla Berlin

Dieses Stück steht in Verwandtschaft mit Williams’ berühmter Alphabet Symphony von 1963. Wieder ist es die Systematisierung per Zufallsverfahren durch die einfache Struktur des Alphabets, die diesem anarchischen Quodlibet zugrunde liegt und die überraschende Mixturen generiert.

Son of Man Trio (1963) für zwei Performer

Four Directional Song Of Doubt (1958) für 5 Performer und einen Dirigenten

Song of Uncertain Length (1960) Solo

Counting Song (1962) Solo

German Chamber Opera for 38 Marias (1962) für grosses Ensemble und Publikum

Duet for Performer and audience (1961) Solo

 

Aufführungen mit Emmett Williams und den Maulwerkern:
Museum Hamburger Bahnhof Berlin 1999
Museo Vostell Malpartida Spanien 2001
Fridericianum Kassel 2001
Museo Reina Sofia Madrid 2002
Galerie Vostell Berlin 2003


Emmett Williams zu Counting Song
 
Hans-Ulrich Obrist: Von deinen frühen Stücken kamst du dann zu den event scores, den Ereignispartituren, wie zum Beispiel dem Song Of Uncertain Length, dem Lied mit unbestimmter Länge, oder den Counting Songs, den Zählliedern. Könntest du ein bisschen über diese Werke sprechen?
 
Emmett Williams: Ja, die Zähllieder (counting songs) im besonderen stammen aus der Zeit des Fluxus-Festivals in Kopenhagen 1962. Wir hatten zum ersten Mal wunderbar viel Publikum. Die Veranstalter verlangten Eintritt und wir hatten den Eindruck, sie würden betrügen, also hatte ich irgendwie die Idee, mit diesen Zählliedern anzufangen, und zählte jeden im Publikum. Man konnte sie berühren, man konnte sie ihren Namen auf das Programmheft schreiben lassen, einen Bonbon jedem in den Mund stecken. Auf diese Weise hatte man Kontakt mit dem Publikum und konnte gleichzeitig ganz genau herausbekommen, wie viele Leute da waren und den uns zustehenden Anteil des Geldes einfordern.
 
HUO: Und wie kam der Begriff ‚event scores’ auf?
 
EW: Ich glaube, der Ausdruck stammt von George Brecht. Er wurde zu einem sehr populären Bestandteil der Fluxus-Sprache. Natürlich basierte das alles auch auf musikalischen Ideen – ‚Concerto No.3’ wurde so genannt, weil es half, die Verbindung zwischen Aktion und Musik herzustellen. Einige Fluxus-Künstler waren Komponisten und sehr gebildet, was Musik betraf – andere kannten wahrscheinlich nicht einmal den Unterschied zwischen einem Klavier und einer Tuba! Aber sie gebrauchten oft musikalische Terminologie als ein System. Da gab es Leute wie Nam June Paik mit echten musikalischen Abschlüssen, Wolf Vostell redete von Lebensmusik, Gedankenmusik, De-Collage-Musik undsoweiter.
 
Hans-Ulrich Obrist interviewt Emmett Williams, 11/10/2004.
Ganzes Interview (in englisch): undo.net