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Museumsstücke I
für acht bewegliche Stimmen und Instrumente in polyphonen Räumen (1992/93)
UA: DENKBARE MUSIK‘ Groningen 31.10.1993 (Jeßulat, Kairies,
Kesten, Chico Mello, Rasinski, Thun, Walzer, Weismann. Ltg. Schnebel).
Museum für Moderne Kunst, Frankfurt/Main 12.11.1993
MoMA - Museumsstücke II
Kammerensemble Neue Musik und Die Maulwerker (Künstlerische Ltg.
Schnebel; Musikalische Ltg. Roland Kluttig).
UA: Musik der Zeit, Museum Ludwig, Köln: 21.01.1995
Zu den Museumsstücken:
Museumsstücke I wurde für das Frankfurter „Museum für
Moderne Kunst“ konzipiert. Die 13 Stücke sind gleichsam Klangbilder,
akustische Pendants zu dem, was an den Wänden hängt. So gibt
es z.B. eine Veduta, eine Stadtansicht, die signalartig rhythmisierte
städtische Klänge, wie z.B. Fahrradklingeln, Autohupen, Martinshörner,
aber auch Unsemantisches wie schlichte Metalltöne verwendet; eine
Tempesta, in der ein donnerndes Unwetter nebst Regen auf räumlich
verteilten Stühlen oder auch auf geeigneten Türen oder Wänden
getrommelt wird; eine Landschaft, ein Selbstporträt, eine Nature
morte, ein heiliges Triptychon.
MoMA [Museum of Modern Art], Museumsstücke II, wurde für das
Museum Ludwig in Köln geschrieben. Die Stücke dieses Zyklus’
sind abstrakter und künstlicher, heißen denn auch nach Künstlern
der „Modern Art“. Es gibt 36 Stücke von Albers bis Warhol
mit Dauern zwischen fünf Minuten und wenigen Sekunden.
Bei beiden Zyklen handelt es sich um experimentelle Musik für eine
verwinkelte, polyphone Raumsituation. Das Publikum befindet sich in einem
zentralen Platz, die Ausführenden sind oft unterwegs, so dass räumlich
bewegte Musik entsteht, die sich entfernt, näher kommt, dreht, oder
wo die Klänge selbst wandern.
(Dieter Schnebel)
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