d i e    m a u l w e r k e r

         e n s e m b l e           a r b e i t s f e l d e r           r e p e r t o i r e            a k t u e l l           b o o k i n g             k o n t a k t
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Antonia Baehr

Alessandro Bosetti
Lucio Capece
John Cage
Johnny Chang
Fluxus
Jürg Frey
Gisburg
Robin Hayward
David Helbich
Michael Hirsch
Toshi Ichiyanagi
Ariane Jeßulat
Tom Johnson
Sven-Ake Johansson
Rolf Julius
Travis Just
Mauricio Kagel
Henrik Kairies
Christian Kesten
Georg Klein
Alison Knowles
Maulwerker
Andrea Neumann
Sergej Newski
Pauline Oliveros
Michael Pisaro
Katarina Rasinski
Richard Reason
Ole Schmidt
Dieter Schnebel
Craig Shepard
Gerhard Stäbler
Ernstalbrecht Stiebler
Karlheinz Stockhausen
Barbara Thun
Antje Vowinckel
Steffi Weismann
Emmett Williams
Istvan Zelenka
 
 
 

 

Makiko Nishikaze: MM

Die Maulwerker und das Kammerensemble Neue Musik Berlin
Inszenierung: Christian Kesten
Raum/Bühne: Kai Schiemenz
Kostüme: Dorothee Scheiffarth
Licht: Johannes Sundrup
Musikalische Einstudierung: Steffen Tast
Technische Leitung: Götz Dihlmann
Produktionsleitung: Sabine Spillecke
Produktion: Thomas Bruns
Regieassistenz: Gislinde Strunz
Photos: Kai Bienert
Die Maulwerker: Gisburg, Ariane Jeßulat, Henrik Kairies, Katarina Rasinski; Tobias Müller-Kopp (Gast).
Kammerensemble Neue Musik Berlin: Rudolf Döbler, Flöte; Winfried Rager, Klarinette; Robin Hayward, Tuba; Friedemann Werzlau, Schlagzeug; Kirstin Maria Pientka, Viola; John Eckhardt, Kontrabass
Ein Projekt der Maulwerker in Koproduktion mit MaerzMusik | Berliner Festspiele, in Zusammenarbeit mit Konzerthaus Berlin, ermöglicht aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Kulturfonds.
MaerzMusik Festival für aktuelle Musik 2006, Werner-Otto-Saal, Konzerthaus Berlin, März 2006

Text von Christian Kesten zur Inszenierung: Hören inszenieren
http://www.christiankesten.de/stagedirections_MM.htm

Presseecho
DER TAGESSPIEGEL, 26.März 2006
Unscheinbare Frau, großer Glaube
„Ich habe den Herrn gesehen“, sagt die junge Frau in Rot und strahlt, „er hat zu mir gesagt...“. Kunstpause. Wissen wir doch, denkt sich der Zuschauer: Noli me tangere – rühr mich nicht an! So steht es bei Johannes. Die Frau aber sagt nichts, sondern schaut traurig drein. Eine Dissonanz zwischen Erwartung und Erfahrung für das Publikum der MaerzMusik. Effekte wie dieser genügen, dass die Spannung über die ganze Länge von Makiko Nishikazes Musiktheaterstück „M. M.“ trägt. Leise und raffiniert ziehen die Komponistin und das Team um Regisseur Christian Kesten ihre Zuhörer im Werner-Otto-Saal des Konzerthauses in Maria Magdalenas Seelenleben hinein. Sie zeichnen das Psychogramm einer Frau, die als Stifterin des Christentums gelten könnte: Schließlich war sie die Erste, die glaubhaft von einer Begegnung mit dem Auferstandenen berichtete. Mit würdiger Ruhe in den Bewegungen bringen die Mezzosopranistin Gisburg, die vier Stimmkünstler der Maulwerker und die Musiker des Kammerensembles Neue Musik Berlin das Erlebnis der Auferstehungsnacht auf die Bühne. Luftgeräusche wirken mal wie kalter Wind über einer einsamen Seelensteppe, dann plötzlich erscheinen sie wie natürlicher Atem. Ein Kontrabassist liegt unter seinem zum Sarg gewordenen Instrument begraben. Ein Dämpfer, zu passenden Textfragmenten in eine Tuba eingeführt, wird zum Symbol für die Gegenwart des Herrn, ohne die Grenze von der Doppel- zur Eindeutigkeit zu überschreiten. Ein starker Abend. (Carsten Niemann)

positionen 67. Beiträge zur Neuen Musik, Mai 2006
MaerzMusik 2006, eine Festivalbetrachtung
[...] So waren die "besten" Japaner des Festivals zwei Frauen, die sich in Europa niedergelassen haben. [...] Makiko Nishikaze [...] gestaltete in M.M. über die Begegnung Maria Magdalenas mit dem auferstandenen Jesus am Ostermorgen die sprechendste harmonische Zartheit, die die gegenwärtige Musik zu bieten hat, ihren Entwurf eines neuen Musiktheaters. In der musikalischen Sitzlandschaft von Christian Kesten bildeten die Maulwerker, die Sängerin Gisburg und das KNM Berlin immer neue Gruppen und Konstellationen, die sich der verschiedenen bruchstückhaft locker gefügten Situationen mit zärtlicher Zuwendung und ohne Operngekreisch annahmen. [...] Matthias R.Entreß