d i e    m a u l w e r k e r

         e n s e m b l e           a r b e i t s f e l d e r           r e p e r t o i r e            a k t u e l l           b o o k i n g             k o n t a k t
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Antonia Baehr

Alessandro Bosetti
Lucio Capece
John Cage
Johnny Chang
Fluxus
Jürg Frey
Gisburg
Robin Hayward
David Helbich
Michael Hirsch
Toshi Ichiyanagi
Ariane Jeßulat
Tom Johnson
Sven-Ake Johansson
Rolf Julius
Travis Just
Mauricio Kagel
Henrik Kairies
Christian Kesten
Georg Klein
Alison Knowles
Maulwerker
Andrea Neumann
Sergej Newski
Makiko Nishikaze
Pauline Oliveros
Michael Pisaro
Katarina Rasinski
Richard Reason
Ole Schmidt
Dieter Schnebel
Craig Shepard
Gerhard Stäbler
Ernstalbrecht Stiebler
Karlheinz Stockhausen
Barbara Thun
Antje Vowinckel
Steffi Weismann
Emmett Williams
Istvan Zelenka
 
 
 

 

Andrea Neumann (*1967):

Klingende Körper (2006/07, ca.15’)
für 6 Stimmen, Körper; Andrea Neumann - Klangregie
UA: maulwerker performing music PRO CEDERE - Musik als Prozess, tesla Berlin 2007
Das Stück Klingende Körper untersucht das Verhältnis von Individuum und Gruppe, sowie die Elemente, die mehrere Individuen in einen einheitlich wirkenden Organismus verwandeln, anhand einer speziellen "Versuchsanordnung":
6 Performer liegen, an Körper und Stimme mikrophoniert neben- und übereinander als Knäuel. Angestoßen von Bewegungs- und Klangimpulsen verändert das Knäuel im Verlauf des Stückes seine Form sowie seine klangliche Struktur, ohne den Eindruck einer "Masse" zu verlieren.
Welchen Anteil haben solistisch orientierte und welchen gruppenorientierte Aktionen in diesem Prozess?
Aus der körperlicher Dichte resultiert der Verlust der bewussten Wahrnehmung von Körperzugehörigkeiten der Performer untereinander (wer ist wer und wer ist wo) zugunsten einer "organischen Einheit". Diese steht im Kontrast zu den kontrollierten, präzise ausgeführten klanglichen Artikulationen jedes einzelnen Individuums, die wiederum akustisch zu einer gemeinsamen Gestalt führen können.
Die Auflösung der äußeren Grenzen der Einzelnen steht einer konzentrierten, mentalen Präsenz innerhalb eines jeden Performers gegenüber.
Es bedarf der Wechselwirkung dieser Elemente (Trägheit/ Entspannung in der Masse, Aktivität des Impulsgebens, des Reagierens körperlicher wie akustischer Art), um als Knäuel zu existieren, sowie sich als Knäuel zu wandeln. (A.N.)

auch nicht eigentlich mehr und vielleicht sogar gar nicht (2001,35')
Auftragskomposition für die Maulwerker (für 6 hängende Performer)
UA: Theater am Halleschen Ufer Berlin, April 2001
Komposition/Regie/Bühne: Andrea Neumann
Kostüme: Norma Mack
Ausgehend von der Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen, von denen wir heute umgeben sind, wurde in dem Musiktheaterstück "auch nicht eigentlich mehr und vielleicht sogar gar nicht" der Versuch gemacht, die Pluralität künstlerischer Ansätze in einem Raumkonzept umzusetzen:
Die Dreidimensionalität der Bühne ermöglicht es, gleichermaßen die Verzahnung und die Unabhängigkeit verschiedener musikalischer bzw. theatralischer Strukturen darzustellen. An Seilen befestigt schweben die Performer im Bühnenraum wodurch sie die horizontal getrennten Ebenen in der Vertikale transzendieren. Durch ide Flexibilität der Akteure hinsichtlich ihrer Höhe (Ebenen) können sich aufeinanderbezogenen Strukturen etablieren, die auseinanderlaufend, in Untergruppen und Einzelstimmen zerfallen und sich in anderen Kontexten wieder neu zusammenflechten.
Zuordnung der Artikulationsformen pro Ebene:
M (Ebene3) = Sprache
L (Ebene2) = tonale Musik
K (Ebene1) = Bewegungen
x/y (am Boden) = Geräusche
Inspiriert wurden die Aktionen von der besonderen Ästhetik des Ensembles die Maulwerker woraus eine einizartige Spannung von lebendig-sinnlichen und akkurat-abstrakten Ereignissen erwuchs. (A.N.)