d i e    m a u l w e r k e r

         e n s e m b l e           a r b e i t s f e l d e r           r e p e r t o i r e            a k t u e l l           b o o k i n g             k o n t a k t
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Antonia Baehr

Alessandro Bosetti
Lucio Capece
John Cage
Johnny Chang
Fluxus
Jürg Frey
Gisburg
Robin Hayward
David Helbich
Michael Hirsch
Toshi Ichiyanagi
Ariane Jeßulat
Tom Johnson
Sven-Ake Johansson
Rolf Julius
Travis Just
Mauricio Kagel
Henrik Kairies
Christian Kesten
Georg Klein
Alison Knowles
Maulwerker
Andrea Neumann
Sergej Newski
Pauline Oliveros
Michael Pisaro
Katarina Rasinski
Richard Reason
Ole Schmidt
Dieter Schnebel
Craig Shepard
Gerhard Stäbler
Ernstalbrecht Stiebler
Karlheinz Stockhausen
Barbara Thun
Antje Vowinckel
Steffi Weismann
Emmett Williams
Istvan Zelenka
 
 
 

 

 

 

Maulwerker - Ensemblekompositionen

Schramme am Himmel
nach Gedichten von Velimir Chlebnikov
für sechs Stimmen, 1996

 

Voyage puré
für fünf Stimmen und Instrumente, 2002/2003 (28')

Auf der Basis von Koch-und Reiseliteratur entstand im Sommer 2002 die Ensemble-komposition Voyage puré (Neufassung 2003) für fünf Vokalsolisten und Instrumente. In der Aufeinanderfolge prozesshafter und szenischer Aktionen bewegen sich Stimmen durch den Raum: fahrend, gehend, reisend, suchend. Spannung entsteht aus der Überlagerung des reellen Raums mit dem musikalisch erzeugten Raum und schließlich mit den durchreisten Räumen, von denen die Texte erzählen. Manchmal fallen die drei Raumvorstellungen zusammen. Es finden starke, manchmal brutale Eingriffe in den Text statt: Die formelhafte Aufzählung eines Kochrezepts entfaltet ihr musikalisches Potential in virtuos sich verdichtenden Vokalaktionen, die an die elektronische Musik der 70-er Jahre erinnern, in bizarren Abzählreimen, in rituellen Gesängen.
Die stilistische Bandbreite der musikalischen Elemente reicht von gesprochener Sprache über geräuschhafte Vokalaktionen und verfremdetes Singen bis zum Operngesang. „Voyage puré“ beginnt mit einer Hörspielsituation und öffnet sich im Verlauf des Stückes zum Raum. Die Spieler wechseln die Positionen in komponierten Gängen und finden sich schließlich in einer kurzen Theaterszene an einer traditionellen, aber pervertierten Mittagstafel. (Ariane Jeßulat)