d i e    m a u l w e r k e r

         e n s e m b l e           a r b e i t s f e l d e r           r e p e r t o i r e            a k t u e l l           b o o k i n g             k o n t a k t
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Antonia Baehr

Alessandro Bosetti
Lucio Capece
John Cage
Johnny Chang
Fluxus
Jürg Frey
Gisburg
Robin Hayward
David Helbich
Michael Hirsch
Toshi Ichiyanagi
Ariane Jeßulat
Tom Johnson
Sven-Ake Johansson
Rolf Julius
Travis Just
Mauricio Kagel
Henrik Kairies
Christian Kesten
Georg Klein
Alison Knowles
Maulwerker
Andrea Neumann
Sergej Newski
Makiko Nishikaze
Pauline Oliveros
Michael Pisaro
Katarina Rasinski
Richard Reason
Ole Schmidt
Dieter Schnebel
Craig Shepard
Gerhard Stäbler
Ernstalbrecht Stiebler
Karlheinz Stockhausen
Barbara Thun
Antje Vowinckel
Steffi Weismann
Emmett Williams
Istvan Zelenka
 
 
 
 

 

 

 

Christian Kesten (*1966)

zunge lösen
für Zunge und Atem (1990/1999)
für einen bis unendlich viele Spieler
Dauer: ad lib. (bisherige Versionen: 7 – 9 min)
Soloversion: UA Zionskirche Berlin 1999 / Sextettversion Museo Vostell Malpartida Spanien 2001 / Trioversion: Philipp-Melanchthon-Kirche in Berlin-Neukölln 2002)
zunge lösen ist eine Komposition für Zunge, gelegentlich durch hörbaren Atem kontrapunktiert. Das Stück besteht aus folgenden Elementen:
- (feine) Zungenschläge auf den Mundraumboden,
- (sichtbare) Zungenbewegungen
- sowie Zungenbewegungen, die einen (zufälligen) Text, basierend auf fest umrissenem Lautmaterial, artikulieren, der durch als eigene Stimme parallel laufenden Atem gelegentlich hörbar gemacht wird (flüstern).

FAHREN 1995 (5’)
für 6 Stimmen
Diese Sprachkomposition übersetzt die konkrete Poesie eines Wörterbuches in eine dichte klangliche Textur, die den Zuhörer in einen Zustand ähnlich dem beim Fahren erlebten bringen mag.

PÅ STUDIEFÖRBUNDET (2000/2006, 3')
für zwei Männerstimmen und einen sprechenden Bongoisten
UA der neuen Version: maulwerker performing music 2006
translationen TESLA Berlin
Dieses Stück übersetzt die konkrete Poesie eines schwedischen Lehrbuch-Dialoges in einen mikrotonal-changierenden Gesang.

des Kleinen Übergewicht (1995) für Stimme und Dinge
"… Auf der Bühne sitzt einer ganz allein hinter einem Tisch, aus dessen Schublade er fortwährend Dinge zieht (…). Dabei erzählt er unentwegt lustige Geschichten ohne Ende und Anfang, Fragmente in englisch, japanisch, deutsch und so weiter. … Diese fügen sich zu einem sprachlich-musikalischen Mosaik, in dem sich die Person des Erzählers allmählich immer stärker in den Vordergrund drängt. "Des Kleinen Übergewicht" heißt denn auch die virtuos verdichtete Reminiszenz." taz, 13.07.1995

LIFT (2005,7')
Die für das Museum Moderner Kunst MUMOK in Wien entwickelte Arbeit LIFT für vier Performer in drei Fahrstühlen ist eine ortsbezogene wie räumliche Komposition, die mit sich in der Vertikale bewegenden Einzelklängen wie mit stummen, visuellen Aktionen gleichermaßen arbeitet. Vielleicht ist es auch eine temporäre Skulptur

parochial (1997/98, 70')
für sieben Ausführende
vier Frauenstimmen, Klarinette/ Männerstimme, Trompete/ Männerstimme, Altsaxophon; Zusatzinstrumente die von allen bedient werden: Akkordeon, E-Gitarre, Alteisenplatten, Gießkanne, Papier- und Plastiktüten, Walkman
UA: Parochialkirche Berlin (1998); 2. Aufführung Kleiner Wasserspeicher Berlin (1998).
parochial ist räumliche Musik, geschrieben für die MAULWERKER und die Parochialkirche Berlin. Das Stück bewegt sich im Raum zwischen innen und außen; skulpturale Klänge werden im Raum bewegt, verengen oder weiten ihn; die drei Bläser bewegen sich meist außerhalb des Raumes und erweitern die akustische Wahrnehmung über die gesetzten architektonischen Wände hinaus.
Raum ist ein eigener Parameter und ist in der Partitur extra notiert.
Strukturell besteht das Stück aus verschiedenen Strängen, die zum Teil hart gegeneinander geschnitten sind.

fünf stimmen acht hände
für 5 Stimmen, 2 Papier- und 2 Plastiktüten.
UA: Wabe Berlin 1998
4 performer drehen in aperiodischen Impulsen ihre Köpfe auf horizontaler Ebene, wie ein plötzliches Aufmerken, Hinhören. Der Körper dreht organisch nach, sie drehen sich auf der Stelle. Mit den Händen spielen sie mit einer Papier- oder Plastiktüte feines Knistern in ebenfalls aperiodischen, jedoch zu den Köpfen gegenläufigen Sequenzen. Eine Stimme singt eine Viertonmelodie und umkreist dabei weiträumig das Feld der Performer und Zuschauer, je nach Raum auch außerhalb des Aufführungsraumes. Das Stück ist eine Passage aus parochial, die in dieser Form separat aufgeführt werden kann.