d i e    m a u l w e r k e r

         e n s e m b l e           a r b e i t s f e l d e r           r e p e r t o i r e            a k t u e l l           b o o k i n g             k o n t a k t
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Antonia Baehr

Alessandro Bosetti
Lucio Capece
John Cage
Johnny Chang
Fluxus
Jürg Frey
Gisburg
Robin Hayward
David Helbich
Michael Hirsch
Toshi Ichiyanagi
Ariane Jeßulat
Tom Johnson
Sven-Ake Johansson
Rolf Julius
Travis Just
Mauricio Kagel
Henrik Kairies
Christian Kesten
Georg Klein
Alison Knowles
Maulwerker
Andrea Neumann
Sergej Newski
Makiko Nishikaze
Pauline Oliveros
Michael Pisaro
Katarina Rasinski
Richard Reason
Ole Schmidt
Dieter Schnebel
Craig Shepard
Gerhard Stäbler
Ernstalbrecht Stiebler
Karlheinz Stockhausen
Barbara Thun
Antje Vowinckel
Steffi Weismann
Emmett Williams
Istvan Zelenka
 
 
 
 

 

 

 

Fotos: Uwe Walter

Mauricio Kagel (1931-2008)

Staatstheater
Repertoire. Debüt. Ensemble. Einspielungen. Freifahrt. Saison. Spielplan. Kontra-Danse. feat. Charles Ives Ilmenau

Kammerensemble Neue Musik / Die Maulwerker,
Konzerthaus Berlin 1998; Akademie der Künste Berlin 2001.
Regie: Christian Kesten
Bühne & Kostüme: Dorothee Scheiffarth
Musikalische Leitung der Einspielungen sowie Kontra-Danse: Roland Kluttig


Wenn ein Kammerensemble und ein Ensemble für Experimentelles Musiktheater sich treffen, muss die Erwartung, es gehe um Kritik am großen Staatstheaterapparat, zwangsläufig enttäuschen. Diese Inszenierung zeigt, dass Kagels Klangaktionen jenseits des Bedürfnisses, den öffentlichen Geschmack zu ohrfeigen, ebenso wie Fluxus, heute eine eigene Poesie entfalten. Auch heute kann sich immer noch das Ohr für ungewöhnliche Klänge, das Auge dem ungewohnten Sehen öffnen. Der Mensch in seiner Existentialität, seinen Verstrickungen, seinem Bemühen, seiner Sehnsucht, seinem Scheitern rückt in den Mittelpunkt.
Ausgehend von Kagels Ansatz, Repertoire separat aufzuführen, werden die Aktionen aus Repertoire und Spielplan durch Vokalsoli aus Debüt und Ensemble, sowie Instrumentalsoli aus ergänzt, kontrapunktiert, überlagert. Ein durchkomponierter Abend musikalischen Theaters, der in Kontra->Danse, dem Ballett für Nicht-Tänzer seinen vorläufigen Höhepunkt findet, bevor im Schlussbild Charles Ives‘ Ilmenau, als triefende Schmonzette mit Backgroundchor interpretiert, die letzte Frage aufwirft.