d i e    m a u l w e r k e r

         e n s e m b l e           a r b e i t s f e l d e r           r e p e r t o i r e            a k t u e l l           b o o k i n g             k o n t a k t
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Antonia Baehr

Alessandro Bosetti
Lucio Capece
John Cage
Johnny Chang
Fluxus
Jürg Frey
Gisburg
Robin Hayward
David Helbich
Michael Hirsch
Toshi Ichiyanagi
Ariane Jeßulat
Tom Johnson
Sven-Ake Johansson
Rolf Julius
Travis Just
Mauricio Kagel
Henrik Kairies
Christian Kesten
Georg Klein
Alison Knowles
Maulwerker
Andrea Neumann
Sergej Newski
Makiko Nishikaze
Pauline Oliveros
Michael Pisaro
Katarina Rasinski
Richard Reason
Ole Schmidt
Dieter Schnebel
Craig Shepard
Gerhard Stäbler
Ernstalbrecht Stiebler
Karlheinz Stockhausen
Barbara Thun
Antje Vowinckel
Steffi Weismann
Emmett Williams
Istvan Zelenka
 
 
 
 

 

Jürg Frey (*1953)

Anblick [flanieren] (2003)
Regie: Christian Kesten
Licht/Video: Steffi Weismann
Kostüme: Norma Mack
DEA (tutti) Version 32 Minuten
Aufführung im Rahmen des Programmes:
Poeme für Füsse / maulwerker performing music
Oktober 2005 im TESLA, Podewils'sches Palais Berlin
gefördert durch die inm

Anblick [flanieren] ist ein Musiktheaterstück, das Jürg Frey für die Maulwerker geschrieben hat. Das Stück besteht ausschließlich aus „natürlichem Gehen“ über eine „Aufführungsfläche (die Bühne, der Platz, der Ort)“. Die Wege verlaufen immer von rechts nach links. Bei einigen Wegen sind vokale Aktionen mitangegeben, sprechen oder singen, bei einigen auch portable Instrumente wie Klarinette oder Trompete. Die Gänge sind mit Titeln bezeichnet, meist Substantive, die Frey beim intentionslosen Wandern über Robert Walser- oder Franz Kafka-Texte gefunden hat, z.B. „Abgründigkeit“, „Ahnung“, „Boden“, „Einwand“, „Festigkeit“, „Gelegenheit“, „Halbschlafphantasie“, „Hälfte“, „Ich wäre“, „Lichtung“, „Resonanz“, „Schilderung“, „Schöne Augen“, „Sonnenschein“, „Spuren“, „Tage“, „Ungenauigkeit“, „Vielgestalt“, „Waldausgang“, „Zu gern“, „Zustand“. Diese Titel geben dem Gehen ein spezifisches „Aroma“.
Aus diesen Aktionsblättern kann eine beliebige Auswahl getroffen werden. Die Aktionen können sich überlagern. Der Titel der aufgeführten Version lautet wie die Titel der ausgesuchten Blätter. Eine Licht/Schatten-Partitur beschreibt eine von den Aktionen unabhängige Lichtebene. Per Video werden vor der Aufführung Aktionen gefilmt, die, am Aufführungsort aufgenommen, genau die Aufführungssituation wiedergeben. Sie schaffen eine Art Spiegelsituation in der Tiefe des Raumes.